Parodontitisbehandlung

Ursache von Parodontitis

Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Sie ist die häufigste Erkrankung des Menschen.Durch Ansammlung von Bakterien im Zahnbelag und Zahnstein entlang der Ränder des Zahnfleisches kommt es zu einer Zahnfleischentzündung (Ginigvitis). Diese Entzündung ist für den Laien nur schwer zu erkennen.

Vorboten können Zahnfleischbluten und geschwollenes Zahnfleisch sein. Bleibt eine Zahnfleischentzündung unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitits entwickeln, die in fortgeschrittenem Stadium in Zahnwanderungen, Mundgeruch und Zahnverlust führen können. Studien zeigen, dass ca. 65- 75% der Zahnverluste durch eine Parodontitis verursacht werden.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass durch eine chronische Parodontitis das Risiko für koronare Herzerkrankungen, Diabetes mellitus und Schlaganfall erhöht werden.

Diagnose

Klinische Diagnostik
Im Fokus dieser Untersuchung steht der Zahnhalteapparat.
Mit einer Sonde wird der Raum zwischen Zahnfleisch und Zahn untersucht. So erhält man Informationen über den Entzündungsgrad, die Tiefe und Lokalisation der Zahnfleischtasche und dem damit einhergehenden Knochenschwund.

Radiologische Diagnostik
Mit Hilfe einer Panoramaaufnahme sind wir in der Lage das Ausmaß des Knochenabbaus zu erkennen, für das Auge nicht sichtbare Ablagerungen (Konkremente) unter dem Zahnfleisch festzustellen und eventuell überstehende Kronen- und Füllungsränder zu lokalisieren.

Mikrobiologische Diagnostik
Die Parodontitis verursachenden Bakterien sind bei jedem Patienten in ihrer Art und ihrer Konzentration unterschiedlich. Um die Therapie exakt auf die vorhandenen Bakterien abzustimmen, wird eine kleine Probe in einem Speziallabor mikrobiologisch untersucht. Wir erhalten dann ein sogenanntes Antibiogramm, welches uns wichtige Informationen über die Keimzusammensetzung gibt.

Therapie

Initial bzw. Hygienephase
Vor jeder Parodontitis Behandlung steht eine Initialbehandlung. Dabei werden alle Zähne von dem Entzündungen auslösenden Zahnbelag gereinigt. Besonderer Fokus wird auf die für den Patienten nur schwer zugänglichen Nischen gelegt. Anschließend erhält der Patient von unseren speziell geschulten Mitarbeiterinnen Tipps und Tricks für eine optimale Mundhygiene.

Korrektive Phase
Liegt eine chronische, akute oder gar eine aggressive Parodontitis vor, wird immer zuerst eine konservative, Gewebe schonende Behandlung durchgeführt. Dabei werden mit speziellen Instrumenten die Zahnfleischtaschen gereinigt, entzündetes Gewebe entfernt und die Zahnoberfläche geglättet. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird in leichter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Bei besonders weit fortgeschrittener Parodontitis kann eine sogenannte offene Kürettage sinnvoll sein. Der Zahn wird dann unter Sicht gereinigt. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht bei dieser Methode die Möglichkeit, verloren gegangenen Knochen mit Knochenersatzmaterial (z.B. Tricalziumphosphat) oder mit einem Schmelz-Matrix Protein (Emdogain) wieder aufzubauen.

Mit dem Einsatz von PerioChip® bieten wir eine Möglichkeit an, die speziell für die Therapie von Parodontitis entwickelt wurde, sowohl für die Prophylaxe als auch für akute Entzündungen. Ein PerioChip® ist 4 x 5 Millimeter klein. Sein Wirkstoff, Chlorhexidin [CHX], wird in einer feinen Schicht aus Gelatine gebunden. Die hohe Dosierung des Wirkstoffs im PerioChip® garantiert eine gründliche lokale Bekämpfung von Erregern.

Während Spülungen oder auch Zahncremes oft nicht an den Keimherd herangelangen, wird PerioChip® genau an der "Wurzel des Übels" platziert, nämlich in der "Tasche" - dem Zwischenraum zwischen Zahnhals und Zahnfleisch, die sich bei Parodontitis bildet.

Periochip® 2,5 mg Insert für Parodontaltaschen

  • enthält kein Antibiotikum
  • wirkt lokal antiseptisch
  • bekämpft Erreger nachhaltig etwa 3 Monate lang
  • verursacht keine Nebenwirkungen
  • Wirkstoff: Chlorhexidinbis (D-gluconat)
  • Sonstige Bestandteile: 
  • Gelatine-Gluraraldhyd-Polykondensat, 
  • Hydrolysierte Gelatine, Glycerol, gereinigtes Wasser

    Parodontitis

Erhaltungs Phase
Parodontitis ist eine Erkrankung, welche die betroffenen Patienten ein Leben lang begleiten kann. Die Beseitigung der die Entzündung verursachenden Bakterien in Zahnfleischtaschen und Zahnzwischenräumen im Rahmen einer regelmäßigen professionellen Zahnreinigung ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Parodontitisbehandlung.

Prognose

Die Prognose einer Parodontitis ist abhängig von der Schwere der Erkrankung, den Erbanlagen, Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes), der fachkompetenten Betreuung und nicht zuletzt von der Mundhygiene.
Eine Prognose kann somit nur individuell für jeden einzelnen Patienten erstellt werden.

Wird eine Parodontosebehandlung erfolgreich abgeschlossen, finden in regelmäßigen Abständen zahnärztliche Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigungen statt. Somit steht einem langfristigen Erfolg nichts im Wege.